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Aufnahmeoptik   

5,5" Schmitt-Kamera

Brennweite

225 mm

Blende

f/1.65, abgeblendet auf 2.0

Belichtungszeit

24 Minuten

Film

Kodak Elitechrome 100

Filter

Wratten Nr. CC 10 M -

Magenta

Vergrößerung

3 x

Entwicklung

E6-Prozess,

6 Minuten/38°

 

Komet Hyakutake

Am 30. Januar 1996 entdeckte Yuji Hyakutake den nach ihm benannten Kometen. Dessen Umlaufbahn verläuft extrem elliptisch. Dies hat zur Folge, dass er im sonnennächsten Punkt, dem Perihel, nur 0.23 astronomische Einheiten von ihr entfernt ist d.h. er bewegt sich dann innerhalb der Bahn des Planeten Merkur. Im sonnenfernsten Punkt, dem Aphel, hat er einen Abstand von 4.700 astronomischen Einheiten, wobei eine astronomische Einheit (=AE) der durchschnittlichen Entfernung Sonne - Erde entspricht, also 149.500.000 km. Im Aphel ist er dann dementsprechend 0.07 Lichtjahre oder mehr als 700 Milliarden km von der Sonne entfernt. Seine Umlaufebene gegenüber der Ekliptik ist um 55° geneigt, da er sich aber rückläufig um die Sonne bewegt, wird seine Bahnneigung auch mit 125° angegeben. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet Ekliptik die Umlaufebene aller Planeten um die Sonne. Während seines Durchgangs durch unser Sonnensystem im Jahr 1996 wurde seine Bahn durch die Gravitationsbeeinflussungen von Jupiter, Saturn und Uranus dermaßen gestört, dass sich seine Umlaufzeit um die Sonne auf 114.000 Jahre verlängert hat.

 

Kometen, früher auch als Schweifsterne bezeichnet, sind Mitglieder unseres Sonnensystems, die auf lang gestreckten, elliptischen Bahnen die Sonne umkreisen. Mit Umlaufzeiten bis zu 200 Jahren werden sie als kurzperiodisch, darüber hinaus als langperiodisch bezeichnet. Kommen sie in den inneren Bereich des Sonnensystems, etwa in Marsentfernung, beginnen Bestandteile des Kometenkerns zu sublimieren d.h. feste Teilchen wie Wassereis, Methan, Ammoniak und Kohlenstoff - Stickstoffverbindungen treten vom festen direkt in den gasförmigen Zustand über. Dieses freigesetzte Gasgemisch breitet sich radial mit Geschwindigkeiten von bis zu 1 km/sec aus und reißt dadurch auch Staubteilchen von der Kernoberfläche mit. Es bildet sich eine Gaswolke um den Kometenkern, die als Koma bezeichnet wird und  Ausdehnungen von unter tausend bis zu einigen Millionen Kilometern erreichen kann. Die Kerne selber weisen nur wenige Kilometer auf, der Kern von Hyakutake besaß nur etwa 2 km im Durchmesser. Die Massen von Kometenkernen, die eine übliche Dichte zwischen 0.2 und 1g/ccm besitzen, betragen dementsprechend auch nur 1012 bis 1015 kg. Daraus kann auf eine lockere Struktur mit Hohlräumen geschlossen werden. Da die Rückstrahlung des Sonnenlichtes von der Kometenoberfläche, das Albedo, nur bei etwa vier bis maximal zehn Prozent liegt, könnte die Oberfläche mit einer staubigen Kruste bedeckt sein.

 

Den Ursprung der Kometen vermutet man in einer das Sonnensystem umgebenden, kugelförmigen Wolke, der nach ihrem Entdecker benannten Oort'schen Wolke. Diese erstreckt sich bis in eine Entfernung von etwa 50.000 AE d.h. bis zu einer Entfernung von 0.8 Lichtjahren. Ein Lichtjahr ist die Entfernung, die das Licht in einem Jahr zurücklegt, also knapp 10 Billionen Kilometer (genauerer Wert: 9.6 Billionen km). Sie stellt das Reservoir dar für einige hundert Milliarden Kometen mit einer Gesamtmasse von wahrscheinlich weniger als einem Zehntel der Erdmasse.

 

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Letzte Bearbeitung der Seite: Montag, 27. November 2017 12:41