M 57, der Ringnebel im Sternbild Leier

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Aufnahmeoptik   

8" SC Reflektor

Brennweite

1140 mm, Fokalaufnahme mit 35 mm Tiefkühlkamera

Blende

f 1/5,6

Belichtungszeit

35 Minuten

Film

Kodak Ektachrome 100 auf 300 ASA "gepuscht"

Filter

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Vergrößerung

10 x

Entwicklung

E 6 Prozess, 6 Min./38°

 

Der Ringnebel in der Leier (auch nur mit Ringnebel, Messier 57 oder NGC 6720 bezeichnet) ist ein planetarischer Nebel im Sternbild Leier. Es ist der Überrest eines Sterns, der vor etwa 20.000 Jahren seine äußere Gashülle abgestoßen hat. Sie dehnt sich mit einer Geschwindigkeit von 19 km/s aus und hat derzeit einen scheinbaren Durchmesser von ca. 118 Bogensekunden, was bei einer Entfernung von 2300 Lichtjahren einen absoluten Durchmesser von ca. 1,3 Lichtjahren bedeutet. Im Teleskop erscheint der Nebel ringförmig, weshalb er oft auch als Ringnebel in der Leier bezeichnet wird. Tatsächlich bildet die sichtbare Gashülle keinen Ring im Raum, sondern ähnelt einem Torus. Im Zentrum des Nebels befindet sich ein "Weißer Zwergstern" mit einer Temperatur von ca. 70.000 °C und einer scheinbaren Helligkeit von 15,8 mag. Weiße Zwergsterne stellen die Endstadien von Sternentwicklungen mit weniger als 1.4 Sonnenmassen dar. 1.4 Sonnenmassen sind die Grenzmasse. bei der ein Stern hydrostatisch noch stabil bleibt d.h. der Druck des entarteten Elektronengases (=Fermigas) hält dem Gravitationsdruck stand. Ist die Restmasse eines Sternes nach Abblasen der Gashülle größer als die Chandrasekhar-Grenzgröße (=1.4 Sonnenmassen), endet der Stern als Neutronenstern oder als "Schwarzes  Loch". Das Abblasen der äußeren Schichten am Ende des "Rote-Riesen-Stadiums" kann friedlich durch Sternwinde erfolgen oder explosionsartig. Im letzteren Fall bleibt ein sogenannter "planetarischer Nebel" zurück. 

M 57 kann relativ leicht aufgefunden werden, da er etwa in der Mitte der Verbindungslinie der Sterne beta und gamma Lyrae steht.

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Letzte Bearbeitung der Seite: Montag, 27. November 2017 13:05